Manche Veranstaltungen überleben ein Jahr. Manche zwei. Das ISB Boot Camp in Gunzenhausen geht 2026 in die achte Runde. Das passiert nicht, weil jemand vergessen hat, es abzusetzen. Sondern weil Informationssicherheitsbeauftragte aus ganz Bayern jedes Jahr wiederkommen. Freiwillig.
Am 5. und 6. Mai 2026 öffnet die Stadthalle Gunzenhausen wieder ihre Türen. Zwei Tage Praxiswissen, Workshops und Austausch für alle, die in ihrer Kommune ein ISMS am Laufen halten. Oder eines aufbauen. Oder sich fragen, warum das alles so kompliziert sein muss.
Kein Frontalunterricht. Echte Themen für echte Herausforderungen.
Das Programm liest sich wie ein Best-of der Fragen, die Informationssicherheitsbeauftragte nachts wach halten. BSI IT-Grundschutz, Kommunalprofil, GS++, Arbeitshilfe der Innovationsstiftung. Klingt trocken? Ist es nicht. Zumindest nicht, wenn Praktiker aus Kommunen erzählen, wie sie das Ganze tatsächlich umgesetzt haben.
Dazu kommen Themen, die vor zwei Jahren noch wenige auf dem Zettel hatte. KI-Agenten aus Sicht von Datenschutz und Informationssicherheit. Penetrationstests, bei denen am Ende mehr rauskommt als eine teure Rechnung. Und die Frage, wie man Sicherheitsvorfälle erkennt und meldet, wenn man kein eigenes SOC hat. Spoiler: Es geht trotzdem.
Security Awareness ist keine dröge jährliche Online-Schulung
Ein Schwerpunkt, der uns besonders am Herzen liegt: der Faktor Mensch. Sascha Kuhrau von a.s.k. Informationssicherheit nimmt sich beim Boot Camp das Thema Security Awareness 2.0 vor. Weg von der reinen Pflichtübung, hin zur Frage, wie man die berühmte Hirnwand der Mitarbeitenden wirklich erreicht. Denn seien wir ehrlich: Eine Rundmail mit “Klicken Sie nicht auf verdächtige Links” hat noch niemanden vor einem Phishing-Angriff bewahrt.
Ergänzt wird das durch Workshops zu kognitiven Verzerrungen und deren Einfluss auf Sicherheitsentscheidungen. Aber auch weitere soft skills stehen auf der Agenda, neben der reinen Technik. Marion Stiefeler gibt anknüpfend an ihren Workshop aus 2025 weiterführende Tipps aus der Praxis, wie Informationssicherheitsbeauftragte im alltäglichen Projekt- und Prozessmanagement nicht baden gehen. Klingt akademisch. Ist aber erschreckend alltagsnah.
Community statt Einzelkämpfer
Was das ISB Boot Camp von anderen Fachveranstaltungen unterscheidet: Hier entsteht seit Jahren eine echte Community. Viele Teilnehmende kennen sich mittlerweile seit Jahren. Man tauscht sich aus, hilft sich gegenseitig und stellt fest, dass die Kollegin drei Landkreise weiter exakt das gleiche Problem hat. Das ist kein Zufall. Das ist System.
Organisiert wird das Boot Camp von der BVS, dem LSI Bayern, der Stadt Gunzenhausen und dem Team von a.s.k. Informationssicherheit. Wir sind nicht nur Mitorganisatoren, sondern auch mit eigenen Workshops und Impulsen vor Ort. Gerd Olsowsky-Klein zeigt den Weg vom Kommunalprofil in den GS++. Mark Ostertag von a.s.k. Datenschutz klärt, ob Datenschutz und Informationssicherheit nun beste Freunde oder ewige Rivalen sind. Und abends gibt es Netzwerken mit einer Bierprobe, die schon Weltrekord-Status hat. Fachkundenachweis für den Gaumen quasi.
Fachkundenachweis inklusive
Noch ein Argument für alle, die ihren Vorgesetzten überzeugen müssen: Das ISB Boot Camp ist ein anerkannter Fachkundenachweis für Informationssicherheitsbeauftragte und deren Stellvertretungen. Wer also sowieso Nachweise für die eigene Qualifikation braucht — und welche Norm verlangt das nicht, bekommt hier Wissen und Stempel in einem Aufwasch.
Anmeldung läuft. Plätze sind endlich.
Die Anmeldung zum ISB Boot Camp 2026 läuft über die BVS. Die Stadthalle Gunzenhausen hat endliche Kapazitäten. Wer letztes Jahr dabei war, weiß das. Wer nicht dabei war, sollte dieses Jahr nicht den gleichen Fehler machen.
Zur Anmeldung bei der BVS https://www.bvs.de/seminarsuche/17976999/
Mehr zu den Programm-Details https://isb.gunzenhausen.de/home.html
Der Datenschutz Dude und Agentin Cipher zum ISB Boot Camp 2026 https://ask-datenschutz.de/informationssicherheit/informationssicherheitsbeauftragter/isb-boot-camp-2026-gunzenhausen/

