Locky erhält Updates

Lan­ge Zeit hat man von Locky nicht mehr viel gehört, wäh­rend über ande­re Ver­tre­ter der Kryp­to-Tro­ja­ner zahl­reich berich­tet wur­de. Doch Locky ist nach wie vor aktiv und hat dazu gelernt. Wohl weni­ger gra­vie­rend ist die Tat­sa­che, dass Locky nun die Datei­endung “.odin” statt “.locky” für die ver­schlüs­sel­ten Datei­en ver­wen­det. Gra­vie­ren­der ist die Neue­rung, dass für die erfolg­rei­che Arbeit nun kei­ne Online-Ver­bin­dung zum C&C Ser­ver der hin­ter Locky ste­hen­den Erpres­ser mehr not­wen­dig. Bis­her konn­te Locky ohne die­se Ver­bin­dung nicht mit sei­nem Werk begin­nen. Nun benö­ti­gen neue­re Vari­an­ten die Ser­ver nicht mehr als Anstoß zur Erzeu­gung des loka­len Schlüs­sels. Die genaue Tech­nik ist noch nicht bekannt.

Die Vor­tei­le lie­gen klar auf der Hand: Die kos­ten­in­ten­si­ve Infra­struk­tur zum Betrieb der C&C Ser­ver ent­fällt. Löse­geld­zah­lun­gen wer­den nach wie vor über Links in Tor-Netz abge­wi­ckelt. Aber auch den Ermitt­lern feh­len somit wert­vol­le Anhalts­punk­te, um die Draht­zie­her mög­li­cher­wei­se ding­fest zu machen.

Im Ver­gleich zu ande­ren Kryp­to-Tro­ja­nern steht für Locky nach wie vor kein Ent­schlüs­se­lungs­tool zur Ver­fü­gung. Hier hilft nur zah­len, oder ein funk­ti­ons­fä­hi­ges Back­up für ein Reco­very zur Ver­fü­gung zu haben. Übri­gens: Wie lan­ge lie­gen Ihre letz­te Über­prü­fung der Back­up-Stra­te­gie oder ein voll­wer­ti­ger Reco­very-Test zurück?

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